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 Nepal 2002 - Kathmandu und Annapurnarunde

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Im Jahr 2002 reisten wir nach Nepal, um im Oktober drei Wochen die Annapurnarunde zu trekken.

Viele Vorbereitungen waren nötig, bis es endlich losgehen konnte. Über Bahrain und Abu Dabi flogen wir nach Kathmandu. Im Touristenviertel Thamel fanden wir Unterkunft im Fuji-Guesthouse und wurden dort bestens betreut.

Die ersten Tage verbrachten wir mit der Besichtigung der schönsten Sehenswürdigkeiten im Kathmandutal, der Besichtigung der vielen Tempel, Pagoden und Stupas. Berühmt sind die meisterhaften Holzschnitzereien an vielen der Tempel und Gebäuden.

Unser Trekkingpermit für die Annapurnaregion besorgten wir uns in Kathmandu und reisten dann auf der schmalen Strasse von Kathmandu nach Besisahar (ca. 800m hoch gelegen), zu unserem Ausgangspunkt der Trekkingtour.

Von Besisahar aus, noch im suptropischem Klima gelegen, starteten wir unsere Tour in die hohen Berge. Vorbei ging es an wunderschönen Landschaften, Reisterassen, kleinen Dörfern, Urwald mit Affen, kühnen Hängebrücken über reißende Flüsse, liebenswerten und freundlichen Menschen hinauf in die Berge der Annapurnaregion, wo sich Sieben- und Achttausender ein Stelldichein geben.

Höhepunkt und kritischster Punkt der Tour war die Überwindung des 5417 m hohen Thorung-La-Passes. Ausreichend Zeit zur Höhenanpassung, die ständige Beobachtung des eigenen Körpers und des Leistungsvermögens sind überlebenswichtig. Jedes Jahr unterschätzen einige Trekker die Gefahren der Höhenkrankheit und bezahlen dies mit Ihrem Leben.

Am Morgen unseres Aufstieges zum Paß erlebten wir in Manang ein solches Unglück. Während knatternd ein Hubschrauber zur Landung ansetzte, sahen wir aufgeregt Träger mit einer Bahre und Sauerstoffmaske- sowie Geräten auf dem Mund des Unglücklichen Richtung Hubschrauber rennen.

Alles dauerte nur wenige Sekunden, dann war der "Spuk" vorbei. Was zählt: Jede Sekunde ist (über)lebenswichtig. Ab Manang muß sicher sein, daß die Höhenanpassung gelungen ist, denn ab dort ist man auf sich allein gestellt und es ist noch ein weiter Weg zum Pass. Herrliche Aussichten auf die Sieben- und Achttausender belohnten unsere Anstrengungen.

Die letzte Nacht vor dem Paß verbrachten wir in Thorung Phedi (Hütte in 4500 m Höhe). Die Nacht konnte ich auf dieser Höhe schon nicht mehr schlafen. Aufgrund der dünnen Luft und der flacheren Atmung im Schlaf wachte ich immer wieder auf und rang nach Luft, obwohl das Atmen im wachen Zustand kein Problem war. Bei Sonnenaufgang starteten wir Richtung Paß. Das erste Stück war sehr steil, danach ging es flacher weiter, zog sich jedoch über viele Stunden hin.

Die Atmungsaktivität des Körpers steigt überproportional an mit dünner werdender Luft, um den Sauerstoffmangel auszugleichen. Gleichzeitig sinkt die Leistungsfähigkeit des Körpers stark ab.

Kaum faßbar, daß wir dann doch gegen Mittag am Paß standen. Wir lagen sogar gut in der Zeit! Das Wetter war absolut klar, aber es war sehr kalt (ca. -20 °C). Die Aussicht dafür einmalig auf die umliegenden Eisgiganten.

Der Abstieg (ca. 1600m) zum Pilgerort Muktinath (auf 3800 m) stellte nocheinmal eine letzte große Herausforderung an diesem Tag dar. Der Pilgerort Muktinath bot uns viel Sehenswertes mit seinen Tempelanlagen.

Das Trekking über mehrere Tage durch das tiefe Flußtal des Kali-Gandaki war ein einmaliges Erlebnis. Unvergesslich und beeindruckend blieb die Vielzahl der Landschaften, der Klimazonen, der verschiedenen Völkergruppen, der Kulturen, Religionen, Architekturen und Lebensweisen der Himalayavölker in diesem Gebiet.

Bilder können nicht alles festhalten, was das Auge oder die Sinne wahrnehmen, können aber einen kleinen "Eindruck" vermitteln und weitergeben!

Und manchmal können Bilder mehr sagen als viele Worte!

Und wir? Wir kommen ganz bestimmt wieder nach Nepal!

Start in Besisahar Am Pass Kathmandu

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© Heidrun Saar