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Schottland 2003 Die Berge, das Wandern und Trekken, Natur und Kultur, Länder und Menschen interessieren uns und wecken unsere Neugier. Also lag es nahe, daß wir uns auch für die schottischen Highlands interessierten und den bekannten West-Highland-Way gehen wollten. 2003 war es soweit. Wir machten uns auf den Weg nach Schottland, über London und Glasgow in den Norden zu den Highlands und dem Trekkingweg. Der Trekk ist nicht besonders schwierig, aber doch anspruchvoll, aufgrund der Witterung und der Naturgegebenheiten, die man durchwandert. Es gibt ein schönes Sprichwort der Schotten zu ihrem Wetter: "Gefällt Dir das Wetter nicht, so warte ein Weilchen"! Dann hat es sich garantiert geändert! Während man eben noch den herrlichsten Sonnenschein genießt, wird man im nächsten Moment schon bis auf die Knochen vom Regen durchnäßt.
Das Spiel von Wolken, Sonne und Wetter zaubert einmalige Stimmungen. Für den Trekk von Glasgow nach Fort William muß man ca. eine bis eineinhalb Wochen einplanen. Ein Zelt ist unbedingt zu empfehlen, denn es gibt nur wenige Unterkunftsmöglichkeiten am Trekk (und die können ausgebucht sein). Die kleinen Ortschaften am Trekk bestehen oft nur aus ein paar Häusern und manchmal erreicht man nur eine einsame Farm oder Herberge. Ab Glasgow beginnt der Trekk im hügeligen Gelände, führt über mehrere Tage entlang des großen Loch Lomond und steigt dann über einen längeren Zeitraum an in die Highlands. Interessant ist ebenfalls die Strecke über das große Rannochmoor.
Endpunkt ist Fort William, am Fuße des höchsten schottischen Berges, des Ben Nevis. Schlappe 1344 m hat er zu bieten und doch sterben jährlich durchschnittlich acht Menschen am Berg. Während auf Meereshöhe in Fort William, aufgrund des Golfstromes, angenehm mildes Klima herrscht, bietet der Ben Nevis (nordische Lage) oben arktisches Klima. Eiskalte Winde, Stürme und Nebel, ständig wechselndes Wetter machen ihn zu einem gefährlichen und unberechenbaren Berg. Nicht zu unterschätzende Faktoren auch auf dem gesamten Trekk. Von Fort William nahmen wir den Dampflokzug nach Mallaig, einewunderbare, meisterhafte Bahnstrecke durch die schottischen Highlands. Von Mallaig geht die Fähre zur Insel Sky. Von der Inselhauptstadt Portree unternahmen wir viele Ausflüge in die Umgebung und an einige Zipfel der Insel. Die schönen Berge der Cuillins auf Sky blieben uns aber durch die ungünstigen Witterungsverhältnisse verschlossen. Während unseres Aufenthalts auf Sky starben zwei Bergsteiger in den Cuillins. Ein wenig Zeit muß man für Sky schon mitbringen. Im dünn besiedelten Schottland sind die Verkehrsverbindungen logischerweise alles andere als üppig. Von Sky kann man ein paar wunderbare Ausflüge zu den Robbeninseln oder zur Walbeobachtung machen, vorausgesetzt, das Wetter spielt mit und die See ist einigermaßen ruhig.
Der Besuch von ein paar schönen Castles gehört natürlich ebenso zu einem Schottlandaufenthalt wie der Besuch der einfachen Pups, in denen es schon mal recht munter und musikalisch turbulent zugehen kann. Und die Verkostung einiger auserlesener Whiskysorten (einheimische Kenner fragen!) ist einfach ein Muß in Schottland! |
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© Heidrun Saar |
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