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Schottland Von Deutschland aus gibt es sehr viele Flugverbindungen nach London oder Glasgow (je nach Geldbeutel und Standort vorher recherchieren, was günstig ist). Wer den West-Highland-Way in Schottland gehen möchte und in London ankommt, kann entweder mit der Bahn oder dem Bus nach Glasgow, dem Ausgangspunkt der Tour, weiterreisen. Wir nahmen den Nachtbus abends von Victoria Station in London und erreichten Glasgow am frühen Morgen. Diese Verbindungen sind recht preisgünstig. England und Schottland sind kein billiges Reiseland, da das Preisniveau insgesamt höher ist als bei uns. Schottland ist sehr dünn besiedelt, weshalb die Bus- und Bahnverbindungen weniger frequentiert sind und man schon mehr Zeit für Touren einplanen muß. Alternativen sind die Postbusse oder Schulbusse (fahren in der Regel morgens und nachmittags), deren Abfahrtszeiten man aber unbedingt in Erfahrung bringen sollte, um nicht irgendwo "sitzen" zu bleiben. Der West-Highland-Way ist einer der schönsten Trekks durch die Highlands Schottlands. Je nach Kondition, Witterungsverhältnissen und Ausflügen am Rande benötigt man ca. eine bis anderthalb Wochen für den Trekk. Von Glasgow ab bewegt sich der Trekk zunächst entlang der Eisenbahnstrecke nach Fort William, erreicht den Loch Lomond und folgt dann zunehmend einsameren Pfaden hinauf in die Highlands und endet in Fort William. Bieten sich anfangs noch Übernachtungsmöglichkeiten in kleinen Orten (die oft nur ein paar Häuser umfassen), wird es später recht dünn damit. Ein Zelt sollte man deshalb auf jeden Fall dabei haben. Für eine Nacht kann man das Zelt am Trekk aufstellen. An vielen Stellen quert man immer wieder Farmland und manche Farmer bieten Zelt- und Kochgelegenheiten. Daß die Hütehunde ganz mächtig neugierig werden und schon mal "unaufgefordert" ins Zelt schauen, ist recht lustig, aber völlig harmlos! Im Ort Fort William (benannt nach dem alten Fort) endet der West-Highland-Way. Fort William ist Ausgangspunkt für die Besteigung des höchsten schottischen Berges, des Ben Nevis mit 1344m Höhe. Witterungsbedingt ist der Berg aber oft nicht zugänglich und fordert jährlich ca. acht Todesopfer! In Fort William auf Meereshöhe herrscht dank des Golfstromes sehr mildes und gemäßigtes Klima. Am Berg macht sich die nordische Lage und Höhe dagegen extrem bemerkbar. Das gilt auch für die Berge auf Sky, die Cuillins. Diese Extreme kann man überall in Schottland finden. Wachsen auf Meereshöhe mitunter subtropische Pflanzen (teilweise auch angepflanzte Palmen), findet man wenige Höhenmeter weiter nur noch nordische Tundra vor. Wunderschön ist die Zugstrecke von Fort William nach Mallaig durch die Highlands. Von Mallaig kann man die Fähre zur Insel Sky nehmen. Sky bietet Berge, Castles, Ausflüge zu Robbeninseln oder zur Walbeobachtung und landschaftlich interessante Ecken. Das Wetter in Schottland ist sprichwörtlich! Es ändert sich so rasant, daß man kaum die Möglichkeit hat, die Kleidung zu wechseln und witterungsbedingt angemessen "eingepackt" zu sein. Warme und vorallem feste Regenkleidung sind deshalb unerläßlich, wenn man sich in die Highlands und auf den Trekk begibt. Und was gehört noch zu einer Schottlandreise? Natürlich der Besuch einiger Castles. Auf Sky kann man das große Castle Dunvegan besuchen, mit einem sehr schönen Park ringsumher. Oder das Castle Eilean Donan Castle (Kulisse für den Film "Der Highlander") auf dem Rückweg von Sky nach Fort William. Und letzlich sollte man schon mal die Nase in einen der Pups in den kleinen Orten stecken. Neuigkeiten kursieren dort garantiert schneller als in der Zeitung umher und die Verkostung eines guten Schlucks Whisky bekommt man dann quasi am Rande mit. Oft wird dort musiziert und auch improvisiert mit sehr rhythmischer, traditioneller Musik. Die Schotten sind ein liebenswertes, eigenwilliges und doch auch sehr aufgeschlossenes Völkchen! |
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© Heidrun Saar |
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