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Reisebericht

 


Peru

Das Land in Südamerika ist von Europa faktisch nur per Flug erreichbar. Die Flüge sind verhältnismäßig teuer, deshalb bei Selbstanreise vorher gründlich recherchieren.

Zur Einreise reicht ein gültiger Reisepaß, ein Visum benötigt man nicht. Bei Ausreise sind am Flughafen ca. 25 Dollar Gebühren zu zahlen.

An Impfungen sind sinnvoll eine Hepatitis A und die gängigen Standardimpfungen wie Tetanus usw. Für die Reise in das Amazonasgebiet haben wir eine Gelbfieberimpfung vorgenommen, von einer Malaria-Prophylaxe aber abgesehen. Moskitonetz und gute Mückenmittel sollten aber ins Gepäck.
In den Anden und an der Küste besteht keine Malariagefahr. Durchfall für ein paar Tage sind möglich, gehen aber meist wieder weg. Apotheken gibt es in allen größeren Orten und die einheimischen Präparate sind oft wirkungsvoller als unsere.

Da Peru sehr nahe am Äquator liegt, gibt es eigentlich nur zwei Jahreszeiten. Aber jede Region hat ihr eigenes Klima und so kann man keine ausgeprägten Jahreszeiten finden. Der schmale Küstenstreifen am Pazifik besteht aus Wüste mit warmen Wetter. Die Anden beherbergen nahezu alle Klimazonen, die sich natürlich je nach Höhe unterscheiden. Von Dezember bis April ist in den Anden Regenzeit. Im Amazonasgebiet herrscht das ganze Jahr tropisches Klima vor.

Um die wichtigsten Höhepunkte Perus kennenzulernen, benötigt man ca. 3 bis 4 Wochen. Das Land ist riesengroß und man muß mit langen Fahrtzeiten rechnen. Beispielsweise beträgt die Entfernung Lima - Arequipa etwa 1000 km. Inlandsflüge sind möglich von Lima nach Puno, Arequipa und Cusco sowie weiter in die Amazonasgebiete. Inlandsflüge bucht man am besten vor Ort.

Um Zeit zu sparen und möglichst viel zu sehen, hatten wir uns für eine organisierte Reise bei Papaya-Tours entschieden. Peru ist aber auch individuell gut zu machen. Das Land ist auf Rucksacktouristen eingestellt, viele Dienstleistungen für Transport, Unterkunft, Verpflegung, Busfahrten, Ausflüge, Trekkingtouren usw. werden angeboten. Unterkünfte aller Preisklassen stehen überall zur Verfügung. Empfehlenswerte Literatur sind Reise-Know-How oder der Lonly Planet auf deutsch, ISBN 978-3-8297-1585-0, der absolut umfangreiche und ausführliche Informationen zu allen Themen liefert.

Spanischkenntnisse sind von Vorteil, englisch wird selten gesprochen. Das Spanisch wird sehr klar und deutlich gesprochen. Aber auch ohne Spanischkenntnisse kann man sich sicher ganz gut durchschlagen, die Peruaner sind sehr hilfsbereit.

Landeswährung ist der Soles. Geldautomaten gibt es in allen Städten, an denen Geld mit der Kreditkarte oder EC-Karte (in vielen großen Orten und Touristenzentren) in Soles gezogen werden kann. 

Günstige Internetcafes gibt es faktisch überall im Land. In den Hotels und Unterkünften standen uns Gästen überall Internetzugang kostenlos zur Verfügung.

Kleine Restaurants gibt es überall und vom Chinesen bis zum Italiener ist alles vertreten.

Was die Sicherheit betrifft, so sollte man sich vor Diebstählen und Abzocke in Acht nehmen. Raubüberfälle sind auch schon gelegentlich vorgekommen. Die überwiegende Mehrheit der Peruaner aber sind ehrliche, hilfsbereite und aufgeschlosse Menschen, nur die große Armut bringt natürlich auch Gewalt und Verbrechen hervor. Einsame Gegenden sollte man daher meiden. In den Zentren ist man aber relativ sicher und in den Touristenzentren patroulliert mittlerweile eine gut ausgebildete Touristenpolizei.

Inka-Trail und Machu Picchu

Unbestritten gehört der Inka-Trail und Machu Picchu zum Höhepunkt einer Perureise. Der klassische Inka-Trail wurde aber in den letzten Jahren stark reglementiert und alleine darf man ihn heute nicht mehr begehen. Ausgangspunkt für den Inka-Trail und Machu Picchu ist Cusco, wo es zahlreiche Agenturen gibt, bei denen der Trail oder Machu Picchu gebucht werden können. Es ist aber zu beachten, daß der Trail oft Monate im voraus ausgebucht ist. Ausführliche Informationen zum Inka-Trail und Machu Picchu findet man auf der Internetseite

http://www.incatrail-peru.com/

Noch ein Wort zu Coca. Coca ist in Peru legal und kann als Tee, gekaute Blätter oder in Form von Cocagebäck oder Cocabonbons genossen werden. Es soll auch gut gegen die Höhenkrankheit helfen.
Eine besondere Wirkung haben wir nicht festgestellt und die klassische Höhenanpassung ist sicher immer noch am besten. Cocablätter z.B. für Tee sollten aber nicht mitgenommen werden, da jegliche Einfuhr (auch in geringsten Mengen) in Europa verboten ist.

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© Heidrun Saar