Länder / Gegend

 

 

Infos

Startseite

Bildseiten

Reisebericht

 

Der Norden Kanadas

Die für Kanada noch recht kleine Provinz Yukon im Norden, an der Grenze zu Alaska, umfaßt ein etwas größeres Territorium als die gesamte Bundesrepublik. Aber es leben nur knapp 30.000 Menschen im Yukon. Davon hat allein die Hauptstadt Whitehorse 22.000 Einwohner, 2500 Menschen leben in Dawson und einige Hunderte jeweils in den wenigen anderen kleinen Orten oder auf weit verstreuten Farmen entlang der Highways.

Hauptverkehrsverbindung ist der Alaska-Highway. Aus British Columbia kommend führt er über die Orte Watson Lake und Whitehorse nach Fairbanks in Alaska. Von Whitehorse zweigt der Klondike Highway nach Dawson ab, von dort wiederum der Dempster Highway mit 750 Kilometern Schotterpiste nach Inuvik am Polarmeer. Über den Dempster Highway sind die Tombstone-Mountains zu erreichen.

Südlich von Dawson führt noch eine Schotterpiste, der Campbell Highway, durch die Wildnis nach Watson Lake.

Der Kluane Nationalpark, das größte zusammenhängende Gletschergebiet wird vom Alaska-Highway "gestreift". Wanderungen sind in dem menschenleeren Gebiet nur am Rande des Nationalparks möglich.

Die Highways sind die einzigen "bodenständigen" Verbindungen durch die endlose Weite und Wildnis. Die Campmöglichkeiten liegen entlang der Highways und bieten ein wenig Luxus: "Donnerbalken". Holzbänke- und Tische sowie Feuerstellen und Feuerholz.

Waschen und Baden erfolgt in der Natur! "Bärensicheres" Verhalten ist angebracht und notwendig!

Die Campmöglichkeiten werden von Rangern betreut, die ab und an vorbeischauen und das Feuerholz an bestimmten Stellen zur Verfügung stellen.

Die Campgebühren werden entweder über vorab in den Orten gekaufte Coupons entrichtet oder vor Ort in den "Vertrauensbriefkasten" geworfen.

Die Natur des Yukon ist geprägt von den endlosen Wäldern, die nördlich von Dawson in die waldlose Tundra-Zone übergehen, vom Permafrostboden, großen Flüssen, Bergen und Seen, Gletschern im Kluane-NP, sowie einer großen Anzahl verschiedener Wildtiere- und Pflanzen.

Im kurzen nordischen Sommer lodern zahlreiche Waldbrände in der Natur, die jedoch Bestandteil des natürlichen Kreislaufes zur Erneuerung des Lebens sind. Neue Bäume sprießen, dessen Samen erst durch Feuer und Hitze keimen, Platz für schnellwachsende Büsche und Sträucher ist geschaffen, dessen Beeren wiederum Nahrungsgrundlage für viele Wildtiere sind.

In dieser Zeit sind Lagerfeuer auf den Campingplätzen mitunter untersagt, um den natürlichen Waldbrand-Prozess nicht zusätzlich "menschengemacht" zu beeinträchtigen.

Vorbildlich sind die Touristen- und Informationszentren in den Orten des Yukon, die nicht nur wichtige und umfangreiche Informationen für den Fremden zur Verfügung stellen, sondern auch interessante Ausstellungen und Filme zur Geschichte, Kultur, Natur, den Ureinwohnern und Bewohnern des Landes zeigen und vermitteln.

Der Herbst beginnt schon im späten August und Anfang September. Mit den ersten Frösten setzt die Herbstfärbung der Laubbäume ein. Tagsüber ist es aber mitunter noch sehr angenehm warm, sonnig und mild.

British Columbia

Der Norden British Columbias ist ebenfalls von endlosen Wäldern, Seen und Wildnis geprägt. Besonders schön ist ein Abstecher in das Küstengebirge z.B. von Stewart aus zu den Gletschern oder der Lachstreppe in Alaska. Die Wolken des Pazifik regnen sich im Gebirge ab und lassen mächtige Baumriesen wachsen.

Interessant ist der Besuch des historischen Fort St. James bei New Hazelton oder der Besuch der Indianersiedlung Kitwanga mit Museum, mit Langhäusern und Totempfählen.

Der Jasper-Nationalpark in den Rocky Mountains ist touristisch voll erschlossen, so daß man sich an interessanten Aussichtspunkten auf Touristenmassen einstellen muß. Der Besuch der grandiosen Bergwelt lohnt sich aber auf jeden Fall.

Packliste

Fotografie

Literatur

Links

Impressum

Kontakt

 

© Heidrun Saar