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Kanada - das war schon immer irgendwie unser Ziel, aber eigentlich wußten wir bei der Größe des Landes nie so recht, wohin es gehen sollte, und wie wir in der "knapp bemessenen Urlaubszeit" so viel wie möglich des großen Landes und der Natur sehen und erleben können. Und dann half uns "der Zufall auf die Sprünge"! Wir entdeckten eine organisierte Reise im Expeditionsstil in den Norden Kanadas und buchten kurz entschlossen. In einer kleinen Gruppe sollte es durch die Wildnis des Yukon im Norden Kanadas gehen und schließlich hinunter zum Jasper-Nationalpark in den "Rockys", mit Zelten und Selbstverpflegung unterwegs, sowie Wanderungen in der Natur und Wildnis. Daß auch große Entfernungen zurückgelegt werden mußten, war uns klar, aber der Vorteil lag auf der Hand! Wir mußten ja nicht selber fahren! Von Whitehorse, der Hauptstadt des Yukon, startete unsere kleine Gruppe von acht Leuten Ende August für drei Wochen mit einem Minibus in die Wildnis des Norden. Veranstalter der Reise war Timber-Wolf-Tours, weshalb unser Guide Simon, mit seinem langen Haar, schon bald liebevoll "zotteliger Timberwolf" genannt wurde. Die "Timberwölfe" der Gruppe waren (v.l.n.r.) Norbert aus Altenberg, Guide Simon aus Barum bzw. Winnipeg (Kanada), Christof und Tanja aus Westerburg, "meine Wenigkeit" und mein Partner Werner aus Dresden, Wilhelm und Daniel aus Glatten.
"Unser Team" hatte sich schon nach kürzester Zeit gut aufeinander eingespielt und das Zusammenleben klappte reibungslos. Im Zeltlager übernahm jeder die anliegenden Aufgaben, es wurde gemeinsam gekocht, gespült, Lagerfeuer bereitet, erzählt, Musik gemacht, geangelt usw. usf. ... Unsere Reise führte uns zunächst von der Hauptstadt des Yukon, von Whitehorse, auf dem Alaska-Highway in den Kluane-Nationalpark, wo wir ein paar schöne Wanderungen unternahmen. Von dort ging es hinauf in die Tombstone-Mountains, wiederum mit Wanderungen verbunden. Knapp 200 km trennten uns noch vom Polarkreis. In der Goldrauschstadt Dawson versuchten wir unser Glück am Spieltisch im Casino und am Klondike-Creek. Fast zwei Wochen lang erlebten wir die Weite, Einsamkeit und Natur des Yukon, entlang der "einzigen Wege" durch die Wildnis, der Highways, die oft nur schmale Schotterpisten sind. Viele Wildtiere sahen wir unterwegs oder konnten sie beobachten. Anfang September begann im Hohen Norden schon die Herbstfärbung und die Natur zeigte an manchen Stellen bereits ein farbenprächtiges Kleid. War es tagsüber noch angenehm warm, so waren die Morgen- Abend- und Nachtstunden schon sehr kalt und lagen unter der Frostgrenze. In den weit voneinander entfernten, wenigen und kleinen Orten entlang der Highways boten die Informationszentren oder Museen sehr viel Wissenswertes über die Kultur, Geschichte, Natur und Wildnis des Yukon. Weiter führte uns die Reise in das Küstengebirge von British Columbia, von wo wir einen Ausflug in das "heruntergezogene Band" Alaskas unternahmen. Die Reise ging weiter zum Jasper-Nationalpark in den "Rockys" und endete schließlich in Edmonton in Alberta. 5000 Kilometer hatten wir zurückgelegt und eine Menge gesehen, erwandert oder an "Informationen mitgenommen", auch wenn das angesichts der Größe des Landes immer noch "wenig" war. Am meisten beeindruckte uns persönlich die Weite, die Einsamkeit, die Stille, die Natur und die Wildnis des Norden und Yukon. Nachträglich gilt unser Dank unserem Guide Simon, der die Reise individuell, mit viel Engagement und Freude, aber auch großer Gruppendynamik gestaltete. Und schließlich gilt mein besonderer Dank den "fleißigen Fotografen" des Teams, die mir nach der Reise ihre Fotos auf CD zur Verfügung stellten und von denen einige in den Bildkatalog der Kanada-Webseiten eingeflossen sind. So stammen z.B. die wunderbaren Aufnahmen über Grönland oder die Nahaufnahmen des Grizzly am Kathleen-Lake von Daniel, die Elchbilder z.B. von Christof und Tanja usw. Alles in allem war es eine wunderbare, naturverbundene Reise, an die wir uns gern erinnern! Und unser Trost! Kanada ist groß! Wir müssen wiederkommen, denn es gibt noch Vieles zu entdecken! Neu!!! Unser super Guide Simon bietet ab nun (2007) eigene Touren in das größte zusmmenhängende Waldgebiet der Nordhalbkugel an. Etwas für echte Kanu- und Wildnisfans. "Ich werde viel Naturkunde integrieren, Pilze, Beeren, Kräuter, Angeln, Indianische Lehre und Zeremonie im Reservat, Wildwasser und Biokost" wie uns Simon mitteilte. Und natürlich Natur und Abenteuer pur. Weitere Informationen finden alle Neugierigen und Interessierten auf seiner neuen Website unter: www.boreal-vagabonds.com Viel Glück, Spaß und Freude allen Natur- und Wildnisliebhabern. Wir können eine Tour mit "unserem" Simon nur bestens empfehlen. |
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© Heidrun Saar |
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